Pfadfinden / Auftragsarbeiten für ...

Schriftstellerin zu sein, heißt, für andere zu schreiben. Das ist keine Drohung, sondern ein Angebot. Darin liegt der Reiz meiner Arbeit.: In einem vorgegebenen Rahmen die größtmögliche Freiheit des Ausdrucks zu finden, ohne dabei die Grenzen zu sprengen. Darin liegt der Spaß und die Erfüllung des Schreibens für mich.

Dabei zählen für mich maßgeschneiderte Lösungen für eine mir gestellte Aufgabe: Das kann eine Ballade für einen Geburtstag sein oder eine Rede auf einen Architekten oder was auch immer. Jede neue Aufgabe fordert mich zum Spiel heraus.

Ein Teil meiner Arbeit besteht in dem Verfertigen von Texten im Auftrag Dritter. Ob als Kritikerin und Autorin für Tageszeitungen, als Autorin von Aufsätzen oder Reden immer gilt mein Blick dem Medium und dem Publikum, für das ich schreibe. In jedem Fall sage ich, was ich denke. Ein laues "Ja, aber" aus Angst vor harten Reaktionen entspricht mir nicht. Der Leser hat ein Recht auf eine klare und begründete Meinung. Er muss sie nicht teilen und soll mir öffentlich widersprechen.

Es kommt vor, dass ich meine Worte anderen zuschreibe. Dann ist das Geschäft des Schriftstellers bei seinen Ursprüngen. Es ist eine der schönsten Arten des Schneiderns. Dann wird auf Taille gearbeitet, so als könnte es nicht anders sein. Dabei ist mir eines wichtig: Den Kunden gut aussehen zu lassen. Er soll sich mit den Worten wohlfühlen und wiederfinden.